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Staatsschauspiel Dresden/Schauspielhaus
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  Adresse Theaterstraße 2, 01067 Dresden
  Fon/Fax 0351/4913555 / 0351/4913967
  eMail info@staatsschauspiel-dresden.de.
  Internet http://www.staatsschauspiel-dresden.de.

 
 


Beschreibung

Im September 1913 eröffnet in Dresden das neue Schauspielhaus am Zwinger, ein Bau, der höfische Repräsentation mit bürgerlicher Schlichtheit verbindet und als „erstes bürgerliches Hoftheater Deutschlands“ gilt. In der Folge der Novemberrevolution 1918.1919 wird das Königliche Schauspielhaus zum Staatstheater und erarbeitet sich durch mehrere (Ur-)Aufführungen der expressionistischen Dramatik den Ruf eines der Zentren zeitgenössischer Bühnenkunst, u. a. mit Werken von Friedrich Wolf, Walter Hasenclever und Ernst Toller. Im Jahre 1948, vier Jahre nach der Zerstörung des Gebäudes, wird die Arbeit unter dem neuen Intendanten, dem bekannten Schauspieler Erich Ponto, wieder aufgenommen; Musiktheater und Sprechtheater nutzen das Haus nun gleichermaßen. Besondere Schwerpunkte der künstlerischen Auseinandersetzung bilden ab den 50er Jahren die Werke Bertolt Brechts; in den 70er Jahren werden fünf Stücke von Peter Hacks in Dresden uraufgeführt. Die Regisseure Horst Schönemann und Wolfgang Engel stehen in den 80er Jahren für zeitgenössische Inszenierungen, die das in Spielweise und Regiehandschrift als besonders traditionalistisch geltende Dresdner Theater entscheidend verjüngen. Insbesondere unter dem Intendanten Gerhard Wolfram (ab 1983) entstehen viele Inszenierungen, die sich soweit als möglich kritisch mit demSozialismus auseinandersetzen und zu überregionalen Diskussionen anregen. Besonders erwähnenswert ist die auf Umwegen zustande gekommene Uraufführung von Christoph Heins Stück „Die Ritter der Tafelrunde“ (April 1989, Regie: Klaus Dieter Kirst), die zwar vordergründige Anspielungen auf die Zustände in der DDR vermeidet, aber dennoch eine immense politische Wirkung beim Publikum entfaltet. Nach der politischen Wende 1989.1990 wird der langjährige Chefdramaturg Dieter Görne Intendant; von 2001 bis 2009 leitet Holk Freytag das Haus.  
 
Mit der Saison 2009.2010 wird Wilfried Schulz als neuer Intendant des Staatsschauspiel Dresden berufen. Schulz, der als Dramaturg bzw. Chefdramaturg in Heidelberg, Stuttgart, Basel und am Schauspielhaus Hamburg arbeitete, war zuletzt Intendant des Schauspiel Hannover, das in den Jahren seiner Intendanz zahlreiche Einladungen und Auszeichnungen erhielt: Unter anderem war es sechs mal beim Berliner Theatertreffen vertreten. Prägende Regisseure während Schulz’ Intendanz in Hannover waren u. a. Sebastian Baumgarten, Barbara Bürk, Nuran David Calis, Jürgen Gosch, Sebastian Nübling, Christina Paulhofer, Nicolas Stemann, und Franz Wittenbrink. Viele dieser Regiehandschriften sind nun auch in Dresden zu sehen, ergänzt u. a. durch Friederike Heller, Simon Solberg, Sandra Strunz und David Marton. Feste Hausregisseure in Dresden sind Julia Hölscher und Tilmann Köhler. Das neue Ensemble besteht aus 37 Schauspielerinnen und Schauspielern. Pro Jahr werden etwa 25 Neuinszenierungen herausgebracht.  
 
Das Staatsschauspiel Dresden verfügt über zwei Spielstätten: das in der Altstadt gelegene Schauspielhaus und eine zweite Spielstätte, das „Kleine Haus“ in der Dresdner Neustadt. Das Schauspielhaus verfügt über einen nach historischem Vorbild renovierten Zuschauerraum mit zwei Rängen und fast 800 Sitzplätzen. Das Kleine Haus verfügt über einen Saal für bis zu 370 Zuschauer (KH 1). Dort sind außerdem zwei weitere Spielstätten eingerichtet: eine Studiobühne für 100 Zuschauer (KH 3) und eine Werkstattbühne hinter dem Eisernen Vorhang mit 150 Plätzen (KH2). Neben zeitgenössischer und internationaler Dramatik stellt die Theaterarbeit der „Bürgerbühne“ einen inhaltlichen Schwerpunkt des „Kleinen Hauses“ dar: Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, selbst aktiv Theater zu spielen.